Gero Hocker: Niedersachsen braucht ein ganzheitliches Wolfsmanagement und die Möglichkeit zur Tötung verhaltensauffälliger Tiere – FDP legt Antrag vor

20.03.17
Gero Hocker: Niedersachsen braucht ein ganzheitliches Wolfsmanagement und die Möglichkeit zur Tötung verhaltensauffälliger Tiere – FDP legt Antrag vor

Der umweltpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Gero Hocker, begrüßt, dass in Niedersachsen eine wachsende politische Mehrheit für ein vernünftiges, ganzheitliches Wolfsmanagement eintritt. „Ich bin froh, dass nun auch die CDU für ein ganzheitliches Konzept im Umgang mit dem Wolf eintritt und die Entnahme verhaltensauffälliger Tiere fordert. Das geht in die richtige Richtung. Allerdings bleibt etwa die Definition von „Verhaltensauffälligkeit“ sehr schwammig, so dass zu befürchten ist, dass Umweltminister Wenzel sich hier im Zweifel wieder herausreden könnte. Die FDP-Fraktion bringt deshalb einen eigenen Antrag ins kommende Plenum ein, der in enger Abstimmung mit Nutztierhaltern entstanden ist und der alle notwendigen Maßnahmen zum verantwortungsvollen Umgang mit dem Wolf und den Nutztierhaltern in Niedersachsen enthält und klare Definitionen bietet. Wenn die CDU den Antrag mitträgt, braucht es nur noch eine einzige Stimme aus dem rot-grünen Lager, damit wir endlich ein stimmiges Wolfsmanagement in Niedersachsen umsetzen können“, so Hocker.

Der FDP-Antrag enthalte eine Reihe dringend notwendiger Maßnahmen, um die aktuelle Situation unter Kontrolle zu bringen und eine weitere Verschärfung zu verhindern. „Wir wollen, dass der Wolf ins Jagdrecht aufgenommen wird und verhaltens- beziehungsweise wesensauffällige Wölfe umgehend entnommen werden. Auch die Beweislast bei Nutztierrissen muss umgekehrt und die Präventions- und Entschädigungszahlungen an die Nutztierhalter sollen deutlich vereinfacht und nicht mehr gedeckelt werden. Nur so lässt sich irgendwann vielleicht ein Miteinander zwischen Menschen, Nutztieren und Wölfen erreichen“, erklärt Hocker weiter.

Hintergrund: In der heutigen Sitzung des Umweltausschusses wurde ein Antrag der CDU-Fraktion zum Wolfsmanagement in Niedersachsen beraten. Der FDP-Fraktion gehen Forderungen und Definitionen des Antrags nicht weit genug, daher hat sie einen eigenen Antrag erarbeitet, den sie in das kommende Plenum einbringen wird.