Hermann Grupe: Keine Agrarwende sondern mehr Freiheit für die Bauern – Auflagen der Politik erschweren Arbeit der Landwirte

29.06.16
Hermann Grupe: Keine Agrarwende sondern mehr Freiheit für die Bauern – Auflagen der Politik erschweren Arbeit der Landwirte

Hannover. Der FDP-Agrarpolitiker Hermann Grupe hat angesichts des derzeit in Hannover stattfindenden Deutschen Bauerntags mehr Anerkennung für Landwirte und ihre Familien gefordert. „Wir brauchen keine Agrarwende, sondern mehr Freiheit für unsere Bauernfamilien“, stimmte er Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied zu. Dieser hatte auf dem Verbandstreffen ebenso mehr Freiheit und Anerkennung für die Landwirte eingefordert.

Aufgabe der Politik sei es, so Grupe, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen und den Bauern nicht durch Auflagen und Forderungen permanent mehr Aufgaben und vor allem Kosten aufzubürden. „Es ist schon Augenwischerei, wenn den Bauern einerseits auf einem Milchgipfel 100 Millionen Euro Hilfen zur Verfügung gestellt werden, ihnen aber andererseits durch die Düngeverordnung mehrere Milliarden Euro Zusatzkosten entstehen“, sagt Grupe. Deutschland habe die am besten ausgebildeten Landwirte der Welt.  Grupe: „Das unterscheidet sie diametral von Politikern, die ohne jegliche Sachkenntnis eine Wende in der Landwirtschaft fordern. Die Bauern sind durchaus bereit für Veränderungen, aber es muss endlich Schluss sein mit dem aktuellen Verordnungs- und Kontrollwahn.“

Hintergrund: Am Mittwoch und Donnerstag findet in Hannover der diesjährige Deutsche Bauerntag statt. Rund 600 Delegierte aus den 18 Landesbauernverbänden sowie zahlreiche Gäste aus Politik und Agrarwirtschaft sind deshalb derzeit in Hannover.