Hermann Grupe: So sauber ist das Wasser in Niedersachsen – Das NLWKN nennt Fakten

07.02.17
Hermann Grupe: So sauber ist das Wasser in Niedersachsen – Das NLWKN nennt Fakten

Angesichts der aktuell vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) veröffentlichten Zahlen zur Belastung des Trinkwassers mit Nitrat erneuert der agrarpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Hermann Grupe, seine Kritik an der bisherigen Umgangsweise mit dem Thema. „‘Alternative Fakten‘ gibt es nicht erst seit Donald Trump. In der Diskussion um die Nitratbelastung des Trinkwassers in Niedersachsen werden sie seit Jahren verbreitet. Landwirtschaftsminister Meyer hat im Landtag behauptet, mehr als 50 Prozent der Grundwassermessstellen seien oberhalb des zulässigen Grenzwertes von 50 Milligramm pro Liter mit Nitrat belastet. Die jetzige Messung des NLWKN entlarvt das als postfaktischen Unfug“, so Grupe. Laut NLWKN wiesen lediglich sechzehn Prozent der Messstellen Belastungen oberhalb des Grenzwertes auf. Rund 65 Prozent der Messstellen lagen mit zehn Milligramm pro Liter im Bereich unbeeinflussten Grundwassers.

Grupe plädiert daher erneut für eine sachliche Herangehensweise an das Thema. „Wir haben in einigen Regionen massive Probleme. Hier muss gezielt und wirkungsvoll gehandelt werden. Allerdings gibt es schon heute mehr Brunnen mit sinkenden Werten als solche mit steigenden. Die Landwirte wollen dazu beitragen, die Wasserqualität weiter zu verbessern. Es wird heute wesentlich weniger gedüngt bei steigenden Erträgen, was sich positiv auf die Nährstoffbilanz auswirkt. Die Qualität des Wassers wird sich durch die moderne Landwirtschaft noch weiter verbessern“, erklärt Grupe weiter. Wer jetzt mit falschen Fakten eine Wende rückwärts fordere, der erweise nicht nur der Ernährungssicherheit, sondern auch der Umwelt einen Bärendienst.

Hintergrund: Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) veröffentlichte gerade eine Untersuchung des niedersächsischen Trinkwassers, die für nur 16 Prozent der Messstellen Werte oberhalb des Grenzwertes ergibt. Diese Daten stehen im Gegensatz zu der bislang von der Landesregierung vertretenen Behauptung, mehr als die Hälfte der Messstellen seien zu hoch belastet.