8 gute Gründe für Studienbeiträge

8 gute Gründe für Studienbeiträge

1. Die Hochschulen haben durch sie deutlich mehr Mittel zur Verfügung

Zwischen 2006 und 2010 lagen die Einnahmen bei insgesamt 387,5 Millionen Euro. Allein im Jahr 2010 nahmen die Hochschulen durch Studienbeiträge 97 Millionen Euro ein.

2. Das zusätzliche Geld kommt den Studenten zugute

Im Jahr 2010 wurden 60 Prozent (rund 58 Millionen Euro) der Einnahmen aus den Studienbeiträgen für zusätzliches Personal ausgegeben, zum Beispiel für Tutoren. Große Teile der Mittel wurden außerdem in Lehr- und Lernmittel und in verlängerte Öffnungszeiten der Bibliotheken investiert. Einige Hochschulen haben in eine Betreuung von Kindern für Studenten investiert. Übrigens: In den Studentenparlamenten können die Studierenden selbst darüber mitbestimmen, wie die Mittel verwendet werden sollen.

3. Studienbeiträge sind auch ein Beitrag zur Fairness

Es ist fair, dass sich Studenten an ihrer Ausbildung zumindest in einem geringen Maß beteiligen – ansonsten würde die Krankenschwester dem Chefarzt das Studium bezahlen. Auch der Physiotherapeut muss für seine Ausbildung bezahlen. Im Handwerk kostet den Meister sein Meistertitel oftmals deutlich mehr, als einen niedersächsischen Studenten seine Studienbeiträge. Auswirkung auf die soziale Zusammensetzung aller Studierenden haben die Beiträge nicht. Das ergeben mehrere unabhängige Studien dazu. Niemand wird durch die Studienbeiträge vom Studium abgehalten.

4. Studienbeiträge führen zu besserer Betreuung

Mit Hilfe der Beiträge wurden mehr als 380 Stellen für wissenschaftliches Personal geschaffen. Darüber hinaus stellten die Hochschulen mehr als 600 Tutoren ein. Die Folge ist eine außergewöhnlich gute Betreuungsrelation an den Hochschulen in Niedersachsen: Im Jahr 2010 kamen im Durchschnitt 12,2 Studenten auf ein Mitglied des wissenschaftlichen Hochschulpersonals.

5. Keine Studienbeiträge bedeuten: Klamme Kassen in den Unis

Die niedersächsischen Hochschulen selbst befürchten in so einem Fall einen massiven Qualitätsverlust. Das geht aus der Antwort des Wissenschaftsministeriums auf eine FDP-Anfrage hervor. Für die Universität Oldenburg würde es demnach „einen tiefen Einschnitt in die Zukunftsfähigkeit der Universität“ bedeuten, nach Meinung der Universität Osnabrück würden die Studienbedingungen „spürbar an Qualität verlieren“ und die TU Braunschweig rechnet in so einem Fall mit einem „erheblichen Qualitätsverlust der Lehr- und Studienbedingungen“.

6. Studenten bekommen Unterstützung durch Stipendien

Studenten können durch das von der FDP initiierteDeutschland-Stipendium monatlich 300 Euro erhalten. Das Geld kommt zur Hälfte von der Bundesregierung und zur Hälfte von einem Unternehmen. Durch das Landesstipendium Niedersachsen sind einmalig 500 Euro möglich. Durch ein zinsgünstiges Studienbeitragsdarlehen erhalten Studenten pro Semester 500 Euro für die Studienbeiträge. Die Studierenden können selbst entscheiden, wann sie ihre Beiträge entrichten wollen: gleich oder nach dem Studium, wenn ausreichend Einkommen zur Verfügung steht. Und: Wer als Student den vollen BAföG-Satz bezieht, muss aufgrund der Kappungsgrenze heute bereits keine Studienbeiträge bezahlen.

7. Die Beiträge können erst nach dem Studium gezahlt werden

Das Studienbeitragsdarlehen mit einem sozialverträglichen Zinssatz gibt es bei der NBank. Der Zinssatz liegt deutlich unter den marktüblichen Angeboten. Jeder, der einen gesetzlichen Anspruch hat, bekommt das Darlehen. Es ist unabhängig von Herkunft/Eltern oder Bonität. Es erfolgt auch keine Schufa-Abfrage. Das Darlehen kann maximal für die Dauer der Regelstudienzeit plus weiterer vier Semester in Anspruch genommen werden. Die Rückzahlungsrate beträgt, wenn es ein Einkommen gibt, mindestens 20 Euro im Monat.Der Kredit kann auch online beantragt werden.

8. Mehr Flexibilität: Mehr Möglichkeiten für die Unis, bessere Angebote für Studenten

Wie möchte die FDP-Fraktion die Studienbeiträge weiterentwickeln? Durch Studienbeiträge konnten die Qualität der Lehre und die Studienbedingungen deutlich verbessert werden. Deshalb halten wir an den Studienbeiträgen fest. Die Hochschulen in Niedersachsen sollten jedoch in Zukunft die Möglichkeit haben, die Höhe der Studienbeiträge in einem Rahmen zwischen 150 und 500 Euro selbst festzulegen. Das hätte einen besseren Wettbewerb unter den Hochschulen zur Folge.